Die Autorin - eine Kurzbiographie
Man schrieb die letzten Dezembertage anno 1958. In den frühen Morgenstunden wurde ich, Jeanette Engel,
im Sternzeichen des Steinbocks geboren, im Jahr des Hundes nach dem chinesischen Horoskop. Ich war und bin ein Sonntagskind.
Eine schöne Kindheit lag vor mir und ich war lange recht unbedarft. Doch ... ich denke, so kann man es ausdrücken.
Die Welt ging ein bisschen an mir vorbei und ich bin wohl das, was man einen Spätzünder nennt. Auch heute
noch zähle ich zu den gutgläubigen Menschen, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es Menschen gibt,
die absichtlich Böses machen und wollen. Sind diese von Grund auf Böse oder werden sie vom Milieu nur
geprägt? Doch darüber zu philosophieren ginge jetzt zu weit.
Schon als Kind habe ich äußerst gern gelesen. Die Bücher konnten gar nicht dick genug sein, ich habe
sie nur so verschlungen. In unserer Schulbibliothek habe ich gerne geholfen, so saß ich nämlich
an der Quelle. Alle neuen Bücher hatte ich zuerst. Heute hab ich mir eine eigene Bibliothek zugelegt und kann
mehrere hundert Bücher mein Eigen nennen. Vom Sach- und Fachbuch angefangen, über Krimis, historische
Romane, Science-Fiction, Wissenschaft, Thriller, Unterhaltungsliteratur, Horror bis hin zu Mystery, Comic-Bänden und Biographien
reicht die Auswahl. Die massenhaften Roman- und Comic-Hefte sind hier gar nicht mitgezählt, es werden Hunderte
gewesen sein. Würde es da nicht gewisse Einschränkungen geben, ich hätte noch mehr Bücher, sehr viel
mehr. Die meisten habe ich mehr als einmal gelesen.
In meinem Elternhaus habe ich mir zusammen mit meinen Geschwistern immer die abenteuerlichsten Geschichten ausgedacht.
Jeder erzählte ein Stück, der nächste setzte die Geschichte fort usw. So entstanden sehr interessante
Abenteuergeschichten. Doch dass ich diese aufschreiben könnte, daran hab ich damals leider noch nicht gedacht,
die Zukunft war ja noch soo weit weg.
Nach der Schulzeit begann ich eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Im Prinzip ein recht abwechslungsreicher Beruf,
ein bisschen trocken vielleicht. Meine noch nicht aufgespürte kreative Ader kam deshalb wohl auch nicht ans Licht.
Diese kristallisierte sich erst während meiner Erziehungszeit heraus. Mein Talent zur Malerei entdeckte ich relativ
spät. Heute lebe ich meine Kreativität zum Teil in Form des Kinderschminkens aus, was mir sehr viel Spaß macht.
Nebenher zeichne ich Grundrisse von Traumhäusern und male, zumeist in Acryl, auf allen möglichen Malgründen. Ich bin aber noch immer
in der experimentellen Phase, um es mal geistig hochtrabend auszudrücken.
Mit der großen Liebe - noch während meiner Ausbildungszeit - eröffnete sich für mich auch die Zeit
der tiefen Gefühle. Mal himmelhochjauchzend, mal zu Tode betrübt, wer kennt das nicht. Die "unteren" Phasen waren
für mich immer sehr schlimm. Um diese Empfindungen zu verarbeiten, begann ich, Gedichte zu schreiben. Ich habe sie
in ein kleines Büchlein geschrieben, Neue kommen immer wieder hinzu. Ich fange jetzt auch an Gedichte zu schreiben,
die nicht nur den traurigen Seiten des Lebens zuzuordnen sind. Etwas später kam in mir der Wunsch auf, Geschichten zu schreiben.
Ein anderer Autor sagt, es würde ihm gefallen, auf diese Art Gott spielen zu können. Vielleicht ist es in gewisser Weise
auch diese Macht, die mich letztendlich dazu bewogen hat, Geschichten auszudenken. Alles kann man entstehen lassen:
fremde Welten, Orte, die es nie gab und geben wird, Menschen, Wesen, Ereignisse. Ja, eigentlich alles, was in der Fantasie möglich
ist, und die ist bekanntlich unendlich, dort ist nichts unmöglich.
Und doch, das bedeutet nicht, dass andere das nicht ebenso spannend finden können wie ich. Damit meine Fantasiegebilde
also nicht nur mir vorbehalten bleiben, habe ich mich entschlossen, diese "Hirngespinste" aufzuschreiben. Noch sind es nicht
viele Geschichten, mein Drang nach mehr indessen wird immer größer. Soll mein Geschriebenes auch für
andere interessant sein, muss es in Inhalt, Form und Ausdruck natürlich reizvoll gemacht werden. Ich lerne daher, indem ich u.a. im Internet
nach Gleichgesinnten suche, die meine Texte kritisieren, mir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und natürlich lese ich
sehr viel, um schlussendlich die Technik des Schreibens zu studieren und zu ergründen. Denn allein der Wille zu Schreiben
besagt nicht, dass man es automatisch auch kann. Ich stehe am Anfang, freilich mein Ehrgeiz ist groß und meine Gedanken
reichen weit und tief, wollen unbedingt zutage gebracht werden. Eine gute Basis, denke ich.